Definition
Die Praxis, Hände durch Waschen mit Wasser und Seife oder durch Verwendung eines alkoholischen Händedesinfektionsmittels zu reinigen, um transiente Mikroorganismen zu entfernen oder abzutöten und Kontaminationen von Patienten, Oberflächen und Instrumenten zu reduzieren.
Prinzip
Prinzip
Übertragung von Krankheitserregern unterbrechen, indem die transiente Flora an den Händen zu kritischen Zeitpunkten der Patientenversorgung reduziert wird; die Methode (Seifenwaschung vs alkoholisches Händedesinfektionsmittel) nach Verschmutzungsgrad und Erreger-Eigenschaften wählen.
Demonstration
Demonstration
Händehygiene vor aseptischen Tätigkeiten (z. B. vor dem Einführen eines Katheters), nach Kontakt mit Körperflüssigkeiten, nach Berührung der Umgebung eines Patienten und unmittelbar nach dem Ausziehen von Handschuhen durchführen; Seife und Wasser verwenden, wenn die Hände sichtbar verschmutzt sind oder nach Versorgung eines Patienten mit C. difficile.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Sich auf Handschuhe als Ersatz für Händehygiene verlassen, eine zu kurze oder unvollständige Desinfektion/Waschung durchführen, die nicht alle Flächen abdeckt, oder alkoholisches Mittel bei sichtbarer Verschmutzung anwenden—dies erhöht das Risiko der Erregerübertragung.
Konsequenz
Konsequenz
Konsistente, korrekte Händehygiene reduziert deutlich nosokomiale Infektionen, unterbricht Kreuzübertragungen und ist die effektivste routinemäßige Maßnahme zum Schutz von Patienten und Personal.
Umkehrung
Umkehrung
Händehygiene bewusst vernachlässigen oder mit unwirksamen Mitteln reinigen—diese Umkehr führt zu erneut kontaminierten Händen und erhöht das Übertragungsrisiko.
Abgrenzung
Abgrenzung
Händehygiene umfasst sowohl Seifenwaschung als auch alkoholische Händedesinfektion; sie ersetzt nicht die chirurgische Händedesinfektion (ein höherstufiges präoperatives Protokoll) und ersetzt nicht den notwendigen Handschuhgebrauch als Barriere.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Es besteht Spannung zwischen Händehygiene und Handschuhgebrauch: Handschuhe verringern die Exposition, sind aber nicht steril und müssen mit Händehygiene kombiniert werden—Verwirrung führt dazu, dass Händehygiene vor oder nach Handschuhgebrauch übersprungen wird.
Synthese
Synthese
Händehygiene, durchgeführt durch geeignetes Waschen oder alkoholische Desinfektion zu definierten Zeitpunkten der Versorgung, ist ein grundlegender Bestandteil der Standardmaßnahmen und reduziert direkt die transiente Handkontamination zur Verhinderung von Erregerübertragungen im Gesundheitswesen.