Definition
Eine bewusste, vor dem Eingriff durchgeführte Pause des klinischen Teams zur Bestätigung des richtigen Patienten, Eingriffs, Eingriffsortes und der Einsatzbereitschaft, bevor ein invasiver oder risikoreicher Eingriff beginnt.

Prinzip

Prinzip
Eine teambasierte, verbale Pause mit strukturierten Prüfungen schafft ein gemeinsames mentales Modell, fördert gegenseitige Überprüfungen und verhindert kognitive und kommunikationsbedingte Fehler, die zu Eingriffen am falschen Ort oder an der falschen Person führen können.

Demonstration

Demonstration
Unmittelbar vor dem Schnitt stoppt das Operationsteam, die Leitung nennt Name und Identifikatoren des Patienten, der geplante Eingriff und Ort werden laut bestätigt, Antibiotikaprophylaxe und Bildgebung werden verifiziert und alle Teammitglieder bestätigen ihre Einsatzbereitschaft.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Eine gehetzte oder rein ritualisierte Time-out-Routine nach Einleitung der Sedierung durchführen, wichtige Teammitglieder ausschließen oder die Pause ohne aktive Bestätigung des Teams abhalten.

Konsequenz

Konsequenz
Ein korrekt durchgeführtes Time-out reduziert Fehler bei falschem Operationsort/-patient, verbessert das situative Bewusstsein des Teams und dokumentiert eine letzte Sicherheitsprüfung.

Umkehrung

Umkehrung
Das Time-out zu überspringen oder oberflächlich durchzuführen nimmt die Möglichkeit, kritische Abweichungen zu erkennen, und erhöht das Risiko vermeidbarer Schäden.

Abgrenzung

Abgrenzung
Gedacht für invasive Operationen und risikoreiche Eingriffe, aber anpassbar für Bettseiteneingriffe, bildgebende Interventionen und invasive Diagnostik; ersetzt nicht die kontinuierliche Überprüfung während der Patientenversorgung.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Überlappt mit Checklisten und Briefings, unterscheidet sich jedoch dadurch, dass es eine spezifische unmittelbare Vor-Eingriffs-Pause ist, die sich auf die Verifikation von Patient/Eingriff/Ort und die Einsatzbereitschaft konzentriert.

Synthese

Synthese
Das Time-out-Verfahren ist eine kurze, vorgeschriebene, teamgebundene Pause unmittelbar vor einem risikoreichen Eingriff, die Identität, Eingriff, Ort und Einsatzbereitschaft bestätigt, um katastrophale Fehler zu vermeiden.