Definition
Infektionspräventionsmaßnahmen in klinischen Einrichtungen mit dem Ziel, die Übertragung von vancomycinresistenten Enterokokken (VRE) zwischen Patienten, Personal und Oberflächen zu verhindern.

Prinzip

Prinzip
Erfassen von Trägern oder Infektionen, Anwendung von Kontaktmaßnahmen (Handschuhe, Kittel), Durchsetzung der Händehygiene, Optimierung der Flächenreinigung und Antibiotikastewardship zur Reduzierung des Selektionsdrucks.

Demonstration

Demonstration
In einer Dialyseeinheit werden eintreffende Patienten auf VRE gescreent; Positive erhalten Versorgung mit geeigneter PSA, Geräte und Stühle werden zwischen den Sitzungen desinfiziert und es erfolgt eine Antibiotikarevision für Träger.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Alle Enterokokkeninfektionen ohne Bestätigung als VRE zu behandeln, was zu unnötig breiter Therapie und Isolationsmaßnahmen führt.

Konsequenz

Konsequenz
Bei korrekter Anwendung sinken Kreuzübertragungen, VRE-Ausbrüche werden verhindert, assoziierte Infektionen reduziert und zielgerichtete antibiotische Entscheidungen unterstützt.

Umkehrung

Umkehrung
Vernachlässigung von VRE-Maßnahmen ermöglicht Umweltpersistenz und stilles Ausbreiten mit erhöhter Kolonisierungsdruck und schwer behandelbaren Infektionen.

Abgrenzung

Abgrenzung
Relevant für Gesundheitseinrichtungen bei bekannter oder vermuteter VRE-Kolonisation/Infektion; legt keine Gemeinschaftssurveillance oder nicht-klinische Umweltsanierungen über übliche behördliche Empfehlungen hinaus fest.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Spannung zwischen strengem Cohorting/Isolierung von VRE-Trägern und der klinischen Notwendigkeit, unnötige Isolation zu vermeiden; zudem Spannung zwischen akutem Infektionsschutz und langfristiger Antibiotikapolitik.

Synthese

Synthese
VRE-Vorsichtsmaßnahmen vereinen gezielte Erfassung, kontaktbasierte Schutzmaßnahmen, sorgfältige Reinigung und Antibiotikastewardship, um die Ausbreitung in Gesundheitseinrichtungen einzudämmen und gleichzeitig unverhältnismäßige Einschränkungen zu vermeiden.