Definition
Ein 7‑Item‑Selbstfragebogen zum Screening auf generalisierte Angstsymptome und deren Schwere in den letzten zwei Wochen, mit einer Punktzahl von 0 bis 21 zur Anleitung weiterer Abklärung oder Verlaufsbeurteilung.
Prinzip
Prinzip
Die Häufigkeit zentraler Angstsymptome mittels standardisierter Itemantworten messen, um Schweregrade zu stratifizieren, die Erkennung in der Primärversorgung zu erleichtern und eine Basis für die Therapiebeurteilung zu schaffen.
Demonstration
Demonstration
Ein Patient füllt den GAD‑7 aus und erzielt 12 Punkte, was auf moderate Angst hinweist; der Kliniker erkundet Funktionseinbußen, prüft Paniksymptomatik und Substanzgebrauch und erörtert Therapie‑ oder medikamentöse Optionen.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
GAD‑7‑Werte zur Diagnose spezifischer Angsterkrankungen (z. B. Panikstörung, soziale Phobie) ohne gezielte Abklärung verwenden oder sich ausschließlich darauf verlassen, wenn somatische Erkrankungen die Antworten verfälschen können.
Konsequenz
Konsequenz
Regelmäßige Anwendung erhöht die Identifikation klinisch relevanter Angststörungen, unterstützt messbasierte Versorgung und hilft bei der Priorisierung von Überweisungen in den psychosozialen Bereich.
Umkehrung
Umkehrung
Einen niedrigen GAD‑7‑Wert als Ausschluss klinisch relevanter Angst zu werten, obwohl situativer Stress oder vorübergehende, funktional beeinträchtigende Symptome vorliegen.
Abgrenzung
Abgrenzung
Hauptsächlich für Erwachsene in der Primärversorgung und ambulanten Settings validiert; kein Ersatz für strukturierte psychiatrische Interviews und weniger geeignet zur Spezifizierung von Komorbiditäts‑Subtypen.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Unterscheidet sich von störungsspezifischen Instrumenten und klinischen Interviews durch Kürze und leichte Wiederholbarkeit; kann mit detaillierteren Instrumenten (Hamilton‑Skala) in Konflikt stehen, wenn differenzialdiagnostische Klarheit nötig ist.
Synthese
Synthese
Ein kurzes Selbstbeurteilungs‑Screening, das die Häufigkeit generalisierter Angstsymptome quantifiziert, um Patienten zur klinischen Abklärung und messbasierten Verlaufskontrolle zu markieren, wobei eine diagnostische Bestätigung für spezifische Störungen erforderlich ist.