Definition
Pflegemaßnahmen für perkutane endoskopische Gastrostomie(PEG)-Sonden und ähnliche Gastrostomie‑Geräte mit Schwerpunkt auf Hygiene der Stomastelle, Fixierung und Lage des Geräts, Kontrolle innerer und äußerer Komponenten, Sondenpatency, Fütterungs-/Spülroutinen sowie Überwachung auf Infektion, Granulation, Leckage und 'buried bumper'-Syndrom.

Prinzip

Prinzip
Den Stomatrakt und die umliegende Haut schützen und gleichzeitig einen verlässlichen Langzeitzugang zur enteralen Ernährung erhalten: tägliche sanfte Reinigung, geeignete Abdeckung oder Freilegung, korrekte Positionierung und Messung des externen Bolsters, regelmäßige Spülungen zur Offenhaltung des Lumens und frühe Behandlung von Komplikationen zur Erhaltung des Trakts.

Demonstration

Demonstration
Patient mit PEG-Button: Die Pflegekraft reinigt die peristomale Haut mit der verordneten Lösung, trocknet und inspiziert auf Rötung oder Sekret, misst und dokumentiert die äußere Sondenlänge zur Erkennung von Migration, dreht die Sonde gemäß Protokoll wenn erlaubt, spült vor und nach Bolusfütterungen und Medikamentengaben, behandelt geringe Granulation mit empfohlenen lokalen Maßnahmen und meldet Infektions- oder Leckagezeichen an das ärztliche Team.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Gewaltsames Drehen oder tiefe Manipulation der Sonde in der unmittelbaren postoperative Phase, Einsatz aggressiver Antiseptika, die die Epithelialisierung verzögern, oder Unterlassen des Spülens nach Medikamentengabe — Praktiken, die Leckage, Infektion, 'buried bumper' oder Sondenverschluss begünstigen.

Konsequenz

Konsequenz
Angemessene PEG-Pflege erhält einen dauerhaften, sicheren Zugang zur Langzeitenteralernährung und Medikamentengabe, reduziert peristomale Infektionen und Granulation, erhält die Gerätefunktion und minimiert Notfälle und Häufigkeit von Sondenaustauschen.

Umkehrung

Umkehrung
Vernachlässigung der PEG‑Pflege oder schädliche Techniken können zu peristomaler Infektion, Sondendesolidarisierung, 'buried bumper'-Syndrom, Austritt von Magensaft mit Hautschädigung und Verlust eines verlässlichen enteralen Zugangs führen, was chirurgische oder endoskopische Korrekturen erfordert.

Abgrenzung

Abgrenzung
Bezieht sich auf perkutane Gastrostomie‑Geräte (PEG‑Sonden, Low‑Profile‑Buttons) und deren Stomastellen bei Patienten mit langfristigem enteralen Zugang. Schließt kurzzeitige nasogastrale/nasoenterale Sondenpflege, chirurgische Jejunostomieprotokolle und systemische ernährungsmedizinische Entscheidungen aus.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Wird häufig mit allgemeiner Stomapflege oder NG‑Pflege verwechselt; PEG‑Pflege betont die langfristige Stomapflege, das Management des externen Bolsters und die Vermeidung gerätespezifischer Komplikationen wie 'buried bumper', statt kurzzeitiger Fixierung oder nasaler Versorgung.

Synthese

Synthese
PEG‑Pflege ist ein gezieltes Programm aus peristomaler Hygiene, Messung und Fixierung des Geräts, routinemäßigen Spülungen und Komplikationsüberwachung, das einen sicheren, funktionalen Langzeitzugang zur Gastrostomie für Ernährung und Medikamente gewährleistet.